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1. Travemünder Promenadenfest

Vom 22.06. bis zum 24.06.2012 fand das 1. Travemünder Promenadenfest statt.

In den letzten Jahren wurde die Travemünder Strandpromenade durch Herbst- und Winterstürme dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass umfangreiche Reparaturen unausweichlich wurden. Vor kurzem wurden diese Reparaturen abgeschlossen, die Promenade ist wieder wie neu.

Also dachte sich wohl die zuständige Stelle, man könne die Gelegenheit nutzen und eine in anderen Seebädern erfolgreiche Festivität, nämlich ein Promenadenfest, etablieren. Eine tolle Idee, deren Durchführung von den Verantwortlichen mal eben ganz gepflegt in den Ostseesand gesetzt wurde.

Das 1. Travemünder Promenadenfest wirkte wie eine stark abgespeckte Travemünder Woche, aber lieblos, ohne Flair, natürlich ohne Segler, dafür mit erheblich weniger Abwechslung und ganz vielen Buden.

Von der Musikauswahl möchte ich gar nicht reden, denn die ist auch bei der Travemünder Woche traditionell eher, äh, bescheiden, da extrem auf den Mainstream und ein doch etwas gesetzteres Publikum (zu dem ich selber per definitionem ja eigentlich auch gehöre!) zugeschnitten. In den meisten Fällen wird mehr oder weniger gut Gecovertes dargebracht, Originalität muß man häufig mit der Lupe suchen. Aber darüber möchte ich gar nicht meckern, da eine gut gemachte Veranstaltung auch ohne Berücksichtigung der Musik einen angenehmen Eindruck hinterlassen kann. Und außerdem ist Musik natürlich immer auch Geschmackssache.

Gestern haben wir uns das Elend im Rahmen eines Spaziergangs angesehen, der Camcorder war zwecks Beweissicherung mit dabei. Bitteschön:

Unter diesen Umständen kann das 1. Travemünder Promenadenfest von mir aus auch gerne das letzte Travemünder Promenadenfest bleiben. Das schont dann wenigstens die Stadtkasse.

Nachtrag vom 25.06.2012:

Der gestrige Sonntag war komplett verregnet. Daher hielt sich der Besucherandrang an diesem Tag in sehr engen Grenzen.

Autor: Romay

Software Developer & Consultant mit Interesse an Musik, Filmen und Naturwissenschaften

7 Kommentare

  1. Das ist aber mal richtig schön! Selten, dass man den Bär so tanzen sieht. Das ist genau das, was sich landauf landab auf vielen Stadtfesten und ähnlichen Veranstaltungen abspielt. Nichts riskieren, ja nichts alternatives oder lärmendes, das könnte den gemütlich, ewig gleichen Ablauf in erheblichen Umfang stören. Eine rühmliche Ausnahme fällt mir da ein, da wurde den Rockfreunden aus dem beschaulichen Waldfeucht die Aufgabe zuteil für die Musik zu sorgen, kein gecover, 5 verschiedene Bands mit 5 verschiedenen Richtungen, das war richtig gut. Das war nur leider an einem Sonntag , konnte man wegen Montags wieder arbeiten nicht in vollen Zügen geniessen. War auch leider eine einmalige Angelegenheit. Alternativ fällt mir auch nur noch Strassenmaler in Geldern ein, das hat irgendwo noch n Sinn, da mal hinzugehn, weil das was einzigartiges hat, wie Bochum total. Stell dir das mal vor, Travemünde Total…. das gäb einen Aufstand bei euch und würde ein 2tes mal in die Nähe einer Müllhalde verlegt, damit die ganzen flanierenden Prinzenpäärchen nicht in Ihrer RUHE gestört werden. In diesem Sinne…. p.m.

  2. oh ja…die ganzen Coverbands. Die hängen mir zum Hals raus. Deswegen meiden wir auch die Straßenparty in Geldern. Letztes Jahr, im Wahn es könnte ja doch mal toll sein, hingefahren und wieder auf ganzer Länge enttäuscht worden.
    Du hast natürlich Recht Uwe, wenn Du sagst, dass auch trotz bescheidener Musik ein Fest schön sein kann. Aber dann muss es aber mächtig viel anderes zu bieten haben.
    Aber komm Uwe, dafür waren die Straßen aber schööööön gefegt und so sauber, oder? *kicher*

    • Ich denke, in so unmittelbarer Seenähe ist es gar nicht so schwierig, etwas Besonderes zu bieten. Bei der bereits erwähnten Travemünder Woche schafft man es ja auch (wobei ehrlich gesagt das zentrale Element des Flairs in dem Fall nicht den Lübecker Tourismus-Verantwortlichen, sondern den Segelregatten zu verdanken ist). Ein bißchen mehr als einfach nur „für 3 Tage Buden auf der Promenade zu vermieten plus kleines Kulturprogramm“ sollte da schon drin sein.

      Und die Musik: Seit Jahren tritt bei der Travemünder Woche eine Kapelle namens United Four auf. Die bringen Hits & Schlager im Hard Rock-/Metalgewand dar. Wenn man das ein- oder zweimal sieht, ist das gar nicht schlecht und recht lustig. Leider unterscheiden sich deren Konzerte über die Jahre hinweg nicht großartig, so daß dann irgendwann auch das große Gähnen kommt.

      Offenbar bin ich aber ziemlich alleine mit dieser Meinung, da die Konzerte Jahr für Jahr äußerst gut besucht sind. Aus ihrer Sicht macht die Lübeck-Tourismus also doch irgendwie alles richtig. Und auch bei allen anderen Veranstaltung wird ganz exakt diese „erfolgreiche Linie“ gefahren. Änderung ist nicht in Sicht. Schade.

  3. Tja, dann bleiben uns nur zwei Möglichkeiten:
    1. selber so werden wie alle anderen *grusel*
    2. weiterleiden

    😉

  4. Hier noch eine Bestätigung und ein Hinweis, das es immer noch schlimmer geht. Wir waren auf m Stadtfest in Wegberg. Eine schöne Gelegenheit das kleine Städtchen mal vorzuführen. Schliesslich hol ich da ja auch schon etliche Jahre den Müll raus. Zauberer und Puppentheater aus Geldern für die kleinen, da will man ja nix sagen. Aber einen Michael Jackson Dance cover und Hip Hop Dance Meister als Höhepunkt anzukündigen war schon mehr als ne Frechheit, selbst die Sonne hat sich abgewendet. Dazwischen watschelte ne Jazz- Brass Combo, um für Stimmung zu sorgen. Herzlichen Dank. Organisation ohne Traute und Ideen, halt immer das gleiche!

  5. Kleiner Nachtrag! Die Kanalisisation hat erbärmlich gestunken und die nachfolgende Johnny Cash Coverband… ne… echt nicht!

  6. Hallo Uwe,
    jetzt habe ich doch glatt die ersten Posts hier verpasst.
    Schöne Grüße vom Niederrhein.
    Jörg und gzdtztysogkbljv kjg Lennox (der fleißig mit in die Tasten haut)